Ein Rebellionsversuch

Es ist der Punkt erreicht.

Das Endergebnis.

Ich bin fertig mit dem Kind sein.

Und so schrei' ich in die Welt hinaus:

Ich will nicht mehr und mach nicht mehr.

Ich zieh die Linie zwischen uns.

Und baue eine dicke Mauer drauf.

Und dann ist das deine Seite und diese meine.

Dein Leben.

Mein Leben.

Deine Wege.

Meine Wege.

Und so nehm' ich meine Schere und schneide das Band durch.

Lange war es zwischen uns.

Und lange machte es "dich" und "mich" zu „uns".

Aber jetzt ist es Zeit zum Tschüss sagen.

Ein Schnitt und zsch...

Zwischen uns ist nur noch Luft.

Und die Mauer.

Die Mauer, die ich baute.

Groß und dunkel.

Die Mauer, die uns trennt.

Alleine sitze ich dahinter.

Da war sie, meine Welt.

Mein Leben.

Und eine große Träne kullert mir über die Wange.

Wo bleibst du, große Freiheit?

Da war nichts.

Gar nichts.

Und irgendwie und irgendwann kommt das Gefühl.

Das Gefühl, welches ich nicht wollte.

Das Gefühl, welches Schwäche zeigt.

Heimweh...

Ganz tief im Herzen.

Es wächst und wächst.

Und dann schlage ich los.

Reiße die ganze Mauer wieder ein.

Jeden einzelnen Stein werfe ich weg.

Renne los.

So schnell ich kann.

Bis aus dem "du" und "ich" wieder ein "wir" wird.

28.11.15 19:57

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