Lehrer

Grundsätzlich sagt das Klischee, Jugendliche hassen Hausaufgaben, Arbeiten, Referate und natürlich insbesondere die Menschen, die ihnen die ganze Scheiße überhaupt einbrocken: Ihre Lehrer. Dieses Klischee stimmt allerdings, so glaube ich, schon lange nicht mehr. Es gibt nämlich heutzutage Lehrer, die sind echt okay. Die arbeiten mit den Schülern und nicht gegen sie, zeigen Verständnis und bemühen sich wenigstens den Unterricht interessant zu gestalten. („bemühen" weil es bei uns echt unmöglich ist, den Unterricht so krass zu gestalten, dass wir traurig sind, wenn es klingelt) Diese Lehrer sind manchmal so gar nähere Bezugspersonen als Eltern. Dann gibt es da aber noch die Lehrer, die nen echten Vollschaden haben. Diese, die bei kleinsten Fehlern große Bestrafungen geben, die, die nur ihren Stoff vermitteln wollen, den Schülern nicht auf Augenhöhe begegnen usw. Ich habe bereits festgestellt, dass Eltern grundsätzlich immer auf der Seite der Lehrer stehen. Leider auch auf der von denen mit dem Vollschaden. Rege ich mich dann vor meiner Mutter über solche Lehrer auf, kommt sofort ein Kommentar, welches sie in Schutz nimmt: „Dich regt es vielleicht auf, dass sie so ticken, aber irgendwann bist du froh darüber. Bei solchen Lehrern lernt man am meisten." Aber das kann ich zu 100% widerlegen. Um viel und gut zu lernen, muss man überhaupt erstmal einen Antrieb haben, eine Motivation, warum man das alles überhaupt lernt. Basis für Motivation ist allerdings die Freude und Begeisterung. Dies wiederum kann alleine vom Lehrer übermittelt werden. Und um die Tür der Freude und Begeisterung zu öffnen, muss eine gute Stimmung zwischen Schülern und Lehrern sein. Dass heißt nicht, dass man zusammen Kaffe trinken geht, sondern eigentlich nur, dass die Lehrer so wie wir Schüler das Gefühl haben, akzeptiert und unterstützt zu werden. Stimmt diese Stimmung also nicht, lernen wir vielleicht trocken den Stoff, aber dann wird auch gerne mal ne patzige Antwort gegeben oder ein genervter Blick zugeworfen, und genau diese Lehrer, bei den der Unterricht so abläuft, werden uns nie größere und wichtigere Sachen vermitteln können. Und so frage ich jetzt mal alle Eltern da draußen: Soll euer Kind lieber wissen wie eine Normalparabel aussieht oder wie man seine Stärken fördert und an seinen Schwächen arbeitet? Ich denke mal, eher letzteres. Also man sieht, unbeliebte Lehrer sind wirklich keine guten Lehrer. Wenn ich das allerdings versuche meiner Mutter zu erklären, kommt sofort zurück: „Euer Verhalten geht echt gar nicht." oder „Die Lehrer tun mir manchmal echt leid." oder „Im Endeffekt seid ihr auf sie angewiesen." Das alles stimmt vielleicht, und es ist sicherlich wirklich nicht ganz leicht, Lehrer zu sein, aber egal was ich über blöde Lehrer erzähle, sofort kommen solche Sprüche die uns schuldig machen. Ok, vielleicht sind wir es auch, und klar kann man nicht alles auf die Lehrer schieben, aber trotzdem... Ich meine, man darf sich doch auch mal aufregen. Und besser ich sag es meiner Mutter ins Gesicht, als irgendwann dem Lehrer.

1.10.15 14:48

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(17.11.15 12:20)
Am tollsten sind die Lehrer, bei denen man sich freut, wenn man sie zum zweiten Mal im Leben trifft; und die sich anderes herum auch sehr darüber freuen würden.




(7.12.15 17:06)
Ja das stimmt, diese Lehrer sind eindeutig die besten! Aber man sagt ja so schön: Man sieht sich immer zweimal im Leben.


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