„Wir sind hier kein Hotel!"

Damals lief es bei Verabredungen immer folgendermaßen ab: Kind möchte sich verabreden. Fragt seine Mutter wann es Zeit hat. Mutter ruft nun andere Mutter an. Fragt ob das andere Kind dort auch Zeit hat. Mütter machen Zeit aus (meistens 15:30 bis 18:00 Uhr) Heute schaut das Ganze schon anders aus. In der Schule bespricht man sich spontan und verabredet sich. Die Eltern werden in diese Überlegung natürlich nicht mit eingebunden. Meistens stört es sie nicht weiter oder sie tuen zumindest so also ob sie es nicht störe. Wird die Verabredung allerdings länger als ein Tag dauern und man fragt seine Eltern nicht, platz bei so mancher Erzeugerfraktion schonmal der Geduldsfaden. Wie neulich bei den Eltern meiner Freundin:„Haben wir noch eine Klappmatratze?" „Wofür?" „Ich übernachte heute bei meiner Freundin." Als sie den Gesichtsausdruck von ihrem Vater allerdings sah, wusste sie dass der letzte Satz falsch war.„Wie bitte?! Also jetzt schlägt es aber dreizehn! Wir sind hier kein Hotel wo man ein und aus gehen kann wie man lustig ist! Wir möchten wenigstens noch Übernachtungen informiert werden..." Und so nahm der stundenlange Vortrag über Selbstständigkeit und Rechte seinen Lauf. Es ist also wichtig die richtige Technik zu finden, wie man seinen Eltern eine ungefragte Übernachtung schmackhaft macht. Ein Tipp für alle Jugendlichen unter uns: „Ich dachte ihr hättet heute Hochzeitstag und da soll ich doch immer bei meiner Freundin übernachten."

28.9.15 20:13

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