Einfach mal dankbar sein

Mal ehrlich: Wer ist nicht 60 Prozent eher genervt im Alltag von der eigenen Mutter. Immer diese ganzen Sätze: Hilf da, hilf hier. Mach das, mach dies. Und wie war das da, wie war das dort... Da wird man schonmal echt zickig. Ich zumindest. Aber wenn dann Tage kommen, Situationen auftauchen, wo man mal Hilfe braucht, einen Rat oder einfach nur ein paar aufmunternde Worte, dann ist ein Mensch immer da, egal wie scheisse man war oder was man angestellt hat: Mama. Und ich finde das sollte man sich nicht am Muttertag bewusst machen, sondern genau in den Situationen, in denen man sich dazu verführen lassen kann, schlecht über die zu reden, zickig zu werden oder einfach nur genervt zu reagieren. Denn eine Mutter lebt frei nach dem Spruch: Liebe mich am meisten, wenn ich es am wenigsten verdiene, denn dann brauch ich es am meisten. Und seien wir mal ehrlich, wir alle bekommen doch dann ganz tief drin in unserem kleinen Herzen, ein schlechtes Gewissen. Warum war ich nur so scheisse zu ihr, fragt man sich dann. Warum verzeiht sie mir, warum hilft sie mir, obwohl ich es so wenig verdient hätte? Und dann plötzlich ist man so unendlich dankbar dafür, dass es sie gibt. Danke Mama und ich liebe dich.

30.8.16 23:17, kommentieren

"Lass uns mal ein Selfie machen"

Genau diesen Satz sagte meine Mutter vor kurzem in unserem Kanada Urlaub, als wir vor einer tollen Kulisse aus Wald, Bergen und Seen standen. Für die die selfies nicht kennen: Eine Art sich selbst zu fotografieren. Erschaffen von Jugendlichen für Jugendliche. Nein, nicht für Erwachsene, das allein ist schon peinlich genug, aber schon gar nicht für Eltern. Bei meiner Mutter kommt dazu jetzt aber auch noch der amerikanische Akzent, den sie gekonnt über das Wort legt. Ich war so geschockt diesen Satz aus dem Munde meiner Mutter zu hören, dass ich nicht wusste ob ich lachen oder weinen sollte. Da stehst du da und genießt die Natur und dann ganz plötzlich deine Mutter: „Hey, lass und mal 'n Selfie machen! " Das ist wirklich die Krönung. Wo sind wir denn bitte, dass jetzt nicht nur die Väter Hipster-Bärte tragen sondern Mütter plötzlich ganz cool amerikanische Selfies schießen möchten. Es ist einfach peinlich! Nicht cool oder sonst irgendwas. Peinlich! Die wunderschönen Schüsse werden dann auch noch ganz fix in einer schicke Collage verarbeitet und direkt als Whatsapp Profilbild verwendet. Echt... Was ist das bitte für eine unglaublich coole Welt? ;-)

30.8.16 12:15, kommentieren

Mit den Nerven am Ende

Vorweg einmal: Wir waren 3 Wochen in Kanada unterwegs. Überwiegend saßen wir daher in Auto um von einem Ort zum anderen zu kommen. Und ich kann euch sagen: 3 Wochen auf engstem Raum mit seinen Eltern, da lernt man sich doch mal wieder ganz neu kennen. Nicht unbedingt einer der besten Nebeneffekten. Eine Autofahrt sah bei uns dann nämlich so aus: Kaum 10 Minuten unterwegs legt Papa sein Hörbuch ein. Irgendeine dunkel Männerstimme erzählt irgendeine dunkle Geschichte. Nach spätestens 20 min hat meine Mutter da aber überhaupt keine Lust mehr drauf: „So können wir das jetzt mal ausmachen." Okay, also macht mein Vater das Hörbuch wieder aus. Während dessen muss er seinen Blick natürlich immer mal wieder von der Straße abwenden. Dann allerdings, wird Mama direkt laut: Guckst du bitte auf die Straße! Ich habe kein Bock gleich im Graben zu liegen. Da Papa dann erstmal total genervt ist, bleibt es Ca. 5 Minuten ganz ruhig. Soweit so gut doch Kurz darauf macht meine Mutter ihre Musik an und beide singen, als wäre nichts gewesen, zu "Ich liebe das Leben" mit. Bei "Atemlos" setzt mein Vater kurz aus bis es dann mit "Country Road" weitergeht. So Ca. nach der ersten Stunde muss Mama dann mal aufs Klo. „Ja, jetzt kommt aber erstmal nichts zum Anhalten" brummt mein Vater dann. „Ich muss aber mal." „Ja was soll ich jetzt machen? Soll ich hier auf freier Straße anhalten?" Stille. Bis zur nächsten Sehenswürdigkeit. Dort dann alle Mann raus. Snack essen, Natur genießen und natürlich die langersehnte Toilette. Wieder im Auto, handeln die nächsten 20 Minuten die Gespräche der zwei davon, wie dreckig und ekelhaft die Toiletten waren. Und dann, endlich, ist der Zielort in Sicht und ich kann mir endlich die Ohrstöpsel entfernen.

30.8.16 12:14, kommentieren

Kindsein

Meine Freundinnen und ich fahren oft am Kindergarten vorbei und sagen Sätze wie: „Ach... Kind-Sein wäre jetzt schön. Einfach den ganzen Tag nur essen, schlafen, spielen." Ja, dieser drei-Etappen-Zyklus ist verlockend. Gerade wenn man mitten im Prüfungsstress sitzt und sich fragt, warum man diesen Scheiß überhaupt lernt. Aber neulich schaute ich mit meiner Familie alte Videoaufnahmen von mir an. Sie zeigten Ausschnitte, in denen ich immer wieder meine kleine rote Kinderutsche nutze, um mit einem lauten "platsch" in einem dieser 30 cm hohen Planschbecken zu landen. Nach jedem Rutschen lachte ich vergnügt zu meinem Vater rüber. In einem anderen Ausschnitt war ich hochkonzentriert dabei, kleine Nutellahappen zu essen bzw. zu probieren wie viele wohl auf einmal in meinem Mund passen würden. Stolz wie Oskar und mit einem Nutella verschmiertem Mund, grinste ich meiner Mutter entgegen. Und während wir uns diese Videos anschauten wusste ich, was ich wirklich vermisse am Kind-Sein. Nicht etwa den entspannten Tagesablauf oder die leckeren Häppchen, sondern die Sicht auf die Welt. Jede Kleinigkeit zu hinterfragen, sich für jede Tätigkeit zu interessieren, jede Ecke zu erforschen und jedes Resultat zu belachen. Einfach in jeden Moment, und sei er noch so nutzlos, einen Sinn zu finden und sich an jedem einzelnen von ihnen zu erfreuen. Genau das, diese Einstellung zum Leben, diese Sichtweise auf die Welt geht uns verloren. Sie unterscheidet zwischen Kind und Erwachsener. Sie machte das Leben damals bunt und interessant und heute eintönig und langweilig. Aber noch habe ich die Chance diese Einstellung zu behalten. Lernen vielleicht nicht mehr als grausame Pflicht zu sehen, sondern als Möglichkeit. Die Möglichkeit neue Dinge zu lernen, sie zu verstehen, zu durchdringen und dabei eine Freude zu verspüren. Ja, das werde ich tun: Alte Selbstverständlichkeiten als neue Möglichkeiten zu betrachten. Und schwupps, wird das Leben ein Stückchen schöner und glücklicher werden. Wer macht mit?

1 Kommentar 18.7.16 01:56, kommentieren

Das Auto fährt halt...

Das Auto fährt halt...Ja wir haben es glaube ich langsam alle verstanden: Wir Jugendlichen sind schwierig zu durchblicken. Nicht nur in der Sprache, unserem Auftreten oder unserer Musik. Nein, jetzt kommt es auch noch nicht selten vor, dass sich die eigene Ansicht zu einem Thema täglich ändert und sich neu bildet. Heute noch so und morgen schon komplett anders. Andere Meinungen und andere Standpunkte. Ja es wird schwierig, wenn man sich unterhält und die begonnene Diskussion auf einen anderen, späteren Zeitpunkt verschiebt. Denn schon nach einigen Stunden kann sich alles verändert haben. So diskutierten meine Mutter und ich vor einigen Tagen, darüber was wir mal wieder als Familie unternehmen könnten. Eine Fahrradtour wäre ein gute Idee. Ja, zwei Tage später fand ich die ganze Sache aber plötzlich gar nicht mehr so cool. Kein Bock mehr auf Abstrampeln, geschweige denn auf meine ganze Familie. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. Meine Mutter entgegnete auf diesen plötzlichen Stimmungswandel total entnervt mit dem Satz: "Das ist aber auch wirklich schwer mit euch. Andauernd ändert ihr die Spur." Dabei ändern wir nicht die Spur, das Auto fährt einfach nur dauerhaft weiter. Während Erwachsene längst auf ihrem Parkplatz stehen, rast die jüngere Generation wie wild durch die Gegend. Klar dass sich da auch mal die Landschaft ändert. So möchte man den einen Tag so und den anderen wieder komplett anders. An einem Tag liebt man Menschen, am nächsten Tag hasst man sie. Ohne Grund. Es passt dann einfach gerade besser zum Fahrstil. Aber ein Tipp liebe Eltern: versucht nie euer Auto neu zu starten und sich mit uns ein Rennen zu liefern. Das ist nicht Sinn der Sache. Denn seien wir mal ehrlich, finden wir es auch alle ein bisschen witzig diese Verwirrung in den stotzigen Gesichtsausdrücken unserer Eltern oder Lehrern zu sehen.

18.6.16 00:24, kommentieren

Esstörungen und co.

„Denn es kann nur eine Germany's next Topmodel werden..." Tja und die gewinnt 100.000€, bekommt ein Auto und trägt eben nicht Kleidergröße 42. "Dünn-sein" macht das Leben doch so einfach und schön. So wird es uns Jugendlichen doch von allen Seiten, tagtäglich eingetrichtert. Werbungen bestehen zu 80% aus Frauen im gelben Bikinis, i-make-you-sexy Typen oder aus Agenturen die Kalorien durch Punkte ersetzen. Wir nehmen das so hin. Realisieren dieses ganze Gequatsche um Abnehmen gar nicht mehr. Doch dann fängt einer an, sich den Quatsch mal genauer anzuschauen. Probiert es einfach mal und es kommt der Erfolg. Die Zahl auf der Waage sinkt. Also weiter ! So, und jetzt fängt die ganze Scheiße an. Denn es gibt irgendwo auf dieser Welt eine Hand voll behinderter Leute, die Apps zum Kalorien zählen entwickeln. Und Leute, ihr wollt nicht wissen, welche Lebensmittel da alle mit Kalorien eingespeichert sind. So lernt man zum Beispiel, dass ein Apfel 76 kcal hat. Hallo? Also wenn man sich mal bei einem Burger über diese Werte informiert... Okay... Aber einen Apfel? Wenn man aber erstmal so weit ist, sich seine Nahrung und die damit verbundenen Kalorien in eine App ein zu tragen und dessen weiteren Optionen, wie das Gewichtsdiagramm, entdeckt, dann unterscheidet man nicht mehr zwischen Apfel und Burger. Dann sind das einfach alles nur noch Kalorien. Das Gewichtsdiagramm verleitet zum täglichen Wiegen, das Feld für Aktivitäten, zum Sport treiben und die Models zum weitermachen. Jeden Tag fühlt man sich schlapper, leerer, kraftloser. Und so allmählich ist das ganze plötzlich gar nicht mehr so schön und einfach. Das gemütliche Familienessen wird zur kontrollierten Nahrungsaufnahme, Supermärkte zu Schlachtfeldern auf den der Kampf gegen das Verlangen existiert und Freizeit zu zusätzlichen Rechenstunden für Kalorien. Schließlich schaut man sich im Spiegel an. Eine dünne Hülle. Jeglicher Glanz, jegliche Energie ist verschwunden. Geklaut von den von den behinderten Entwicklern. Entweder man wacht nun von alleine auf, gute Freunde und Familie rütteln an einen bis zum Augenaufschlag oder man verschläft den Wecker. Doch wenn man erwacht, dann kocht man vor Wut. Zurecht, denn diese ganze Kacke mit Abnehmen, dünn-sein, schön-sein ist der größte Scheiß, den sich die Gesellschaft je zusammen gereimt hat. Ausgelöst durch Pubertät, fortgeführt durch Werbung und beendete durch Diätapps. (Wie sich immer dieses Ende aussieht.) Mit Magersucht und Bulimie ist nicht zu spaßen... Und ich finde es sollte noch viel ernster genommen werden, als wir es schon nehmen. Diese Apps sollten verboten, das Schönheitsideal geändert und das ganze Gerede um Gewichtszunahme eingestellt werden. Lasst die Leute so leben wie sie sind. Dick oder dünn. Ja mein Gott, dann hat man eben zugenommen. Dann hat man eben ein bisschen Hüftspeck. Na und? Ich glaube wir Jugendlichen sind die Generation, in der Essen nicht zum Überleben dient, sondern dem Zusammennkommen und dem Genuss. Zusammen genießen. Das ist das was uns glücklich macht. Und das ist das, was die Essstörungen uns nehmen. Sie nehmen uns nicht Leben, sie nehmen uns Inhalte. Und deswegen bin ich stolz auf mein Genießerbäuchlein und sage nun aus tiefster Überzeugung und aus Liebe zum daneben laufenden, fetten Mops: "Liebe Frau im gelben Bikini, heute habe ich leider kein Foto für dich."

20.5.16 22:27, kommentieren

Eltern und Sexszenen...

Es gibt einen Moment, den jeder, wirklich jeder schon mal erlebt und als mega peinlich abgestempelt hat: Man sitzt mit seinen Eltern gemütlich auf dem Sofa und schaut einen schönen Liebesfilm. Alles ist total entspannt und dann passiert es. Das scheiß Liebespaar in dem Film fängt an wild rumzumachen. Oh Shit... Aber okay, die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht hören sie ja auch gleich wieder auf und alles geht hübsch weiter. Spätestens wenn der Mann der Frau die Bluse jedoch wörtlich "zerreißt", wird die Stimmung im Wohnzimmer so angespannt, dass man sie mit einer Stromleitung vergleichen könnte. Aber alle tun noch total cool und gucken weiter. Ja und wie sollte es anders sein liegen dann irgendwann Mann und Frau nackt übereinander. Tja scheiße... Und sie wollen einfach nicht aufhören... Jetzt muss man handeln. Man hat nun diesen innerlichen Trieb in sich, seinen Eltern zu zeigen: "Boah ne! Was die da machen, interessiert mich überhaupt nicht." Ja gut... Alle Beteiligten wissen: ein interessanteres Thema gibt es eigentlich gar nicht. Aber das darf man sich halt eben nicht anmerken lassen. Dann fängt man an sich etwas zu trinken zu holen, total gelangweilt auf seine Nägel zu schauen oder versucht krampfhaft ein Gespräch zu beginnen, während die zwei im Film immer noch voll dabei sind. Und während man versucht seinem gelogenem Desinteresse Ausdruck zu verleihen, wird das alles nur noch peinlicher. Das krampfhaft angefangene Gespräch wird von lautem Stöhnen übertönt, das Auf-die-Nägel-gucken endet in ewigem Augenrollen zu Nägeln, Eltern und Film und das Trinkenholen kommt schon fast wie eine Flucht vor dem eigenem Scham rüber. Und was bleibt jetzt noch? Richtig! Beten! Beten zu Gott, dass diese so hasserfüllte Szene endlich endet. Und wenn dann endlich die nächste Szene kommt, spürt man fast wie alle wieder ganz entspannt ins Sofa zurück fallen. Achso, bevor ich es vergesse: Mein Beileid an die, bei denen die Eltern noch so Sprüche raushauen wie: "Augen zu!". Wirklich. Mein aufrichtiges Beileid!

13.4.16 20:48, kommentieren

Gesellschaft erwürgt Jugend

Wie oft saßen wir dort?

Schmiedeten Pläne,

lachten, gingen fort und kamen als Sieger zurück.

Unbeschwert. Laut. Wild.

Nichts schien unerreichbar.

Der Griff nach den Sternen: Selbstverständlich.

Jeder Weg wurde gegangen.

Zusammen.

Hand in Hand.

Mit einem breitem Lächeln im Gesicht.

Steine wurden ignoriert.

Irrelevant.

Felsen wurden mit Räuberleiter bestritten.

Die Erde, unsere Bühne. Das Leben, unser Spiel. Die Freiheit, unser Regisseur.

Wir schrieen, wir tanzten, wir weinten, wir kämpften, wir rannten.

Grenzenlos. Losgelöst.

Wir probierten, dramatisierten, relativierten und gewannen Erfahrungen.

Wir übertrieben, mieden, blieben und spürten Folgen.

Wir hinterfragten, taten, wagten und erlebten Fortschritte.

Probleme pusteten wir weg wie Wimpern.

Sekunden waren Jahre.

Vollgestopft mit Glück.

Und immer hofften wir.

Hofften dass dieser Plan, dieser Weg, dieses Spiel, nie enden würde. Niemals.

Inzwischen träumen wir.

Sitzen dort.

Erinnern uns.

Schauen einander an.

Das Feuer in uns: fast erloschen.

Durch Neid, Hass, Krisen, Pessimismus, Druck.

Durch die Zeit?

Blicke voller Leere.

Doch das Herz pulsiert immer noch im Takt der Rebellion.

Und du siehst ihn.

Den letzten Funken.

Und du sprichst: „Lasst uns noch einmal erheben.

Zusammen gegen den Rest der Welt.

Lasst uns noch einmal schmieden! "



P.S Es tut mir leid, dass im Moment nicht so viel über Eltern kommt, aber diese sind im Moment eher Nebensache. Inzwischen fragen wir uns nämlich echt ob man nicht gegen die gesamte Gesellschaft rebellieren sollte. Der Druck von außen wird nämlich immer deutlicher. Nicht nur die hohen Erwartungen an geistiger Reife, auch das Konkurrenzverhlaten wird uns quasi eingeprügelt. Meine Klasse kommt nächstes Jahr in die Oberstufe und folgende Sätze sind nur Teile einer langen Predigt: „Dieses Halbjahr wird an schlechten Schülern nochmal richtig aussortiert." „Das letzte Halbjahr MUSS der Höhepunkt der Pubertät gewesen sein." „Ihr wählt jetzt Profile, die in 2 Jahren Abiturprüfungen darstellen." Usw. Normal. Ganz normal. Klingt doch erstmal nicht weiter anspruchsvoll. Aber ist das wirklich normal? Jemand schnipst und sagt: „So, bis hier hin und nicht weiter. Bitte legen Sie den Schalter um und verlassen Sie die Unreife. Treffen Sie ab sofort nur noch gute Entscheidungen und streben Sie einen klasse Abschluss an. Wir weisen darauf hin, dass zum Anpassen an die Masse geraten wird und nur in Sonderfällen nicht hilfreich ist. Es wird übrigens vorausgesetzt, dass sie inzwischen wieder mit sich selbst vollkommen im Einklang sind und genau wissen was Sie wollen und wo Ihre Stärken liegen. Und nun wünschen wir Ihnen noch einen einsamen Aufenthalt in der Erwachsenenwelt." Bumm. Nur schade, dass es diesen behinderten Schalter gar nicht gibt, viele noch nicht einmal ansatzweise mit sich Im Einklang sind, geschweige denn wissen, in welchem Fach sie Abi machen wollen, und die Noten auch noch nicht so für den krassen Abschluss sprechen. Was also tun? Noch mehr Lernen, seinen Willen nach Unabhängigkeit unterdrücken und seine maximale Reife versuche so gut es eben geht zu repräsentieren. Sonst wird man ja aussortiert. Ist doch klar. Das ist doch mal ne geile Idee oder? Wir legen das Ende der Pubertät nicht nur durch krassen Druck fest, sondern verlegen es auch gleich nochmal ein paar Jährchen nach vorne. Das wird bestimmt super Endergebnisse mit sich bringen. -> Neid, Konkurrenz, Pessimismus, Krisen. All dies. Sonst nichts. Das kann ich euch sagen.

2 Kommentare 18.2.16 08:19, kommentieren

Familie ganz nah dran

Jedes Kind bzw. Jugendlicher geht ja seinen eigenen Weg der pubertären Entwicklung... Ich habe inzwischen begriffen, dass sich Eltern erstmal dem Weg anpassen müssen und so weiter, und es genau deswegen auch oft zu kleinen Streitereien kommt. Dann geht es zum Beispiel oft darum, warum dass Kind sich abnabelt, kein Bock mehr auf Familienabende hat und, und und. Mit der Zeit finden sich die Eltern damit dann aber ab und auch die Streitereien hören auf. Nun liebe Eltern kommt aber etwas womit Sie wahrscheinlich nicht gerechnet haben: Auch wenn wir uns abkapseln, brauchen wir die Familie dann eben doch manchmal noch und nicht selten gehen wir dann mal wieder einen Schritt zurück. Plötzlich möchten wir am liebsten jeden Ausflug mitmachen und auch Spieleabende sind wieder voll im Trend. Jetzt gibt es zwei Arten von Eltern, die einen, die die plötzliche Veränderung schon wieder nicht verstehen und es somit wieder zum vermehrten Streiten kommt, und die zweiten, die tierische Angst bekommen, ihr Kind würde sich zurück entwickeln und nicht mehr die normale Entwicklung der Pubertät gehen. Auch dieses Eltern fangen dann Streits an. Und wir ? Ja wir verstehen die Welt nicht mehr, denn eigentlich war die Familie ja immer der Anlaufpunkt, an dem man zu jedem Zeitpunkt auf Verständnis getroffen ist. Ein Tipp an die Eltern erster Art: Freut euch einfach, dass ihr euer Kind doch nochmal ein bisschen näher an euch dran habt! Auch wenn ihr nicht versteht wieso.... Und einen Tipp an die Eltern zweiter Art: Auch ein Schritt zurück gehört zur normalen Entwicklung und ist eigentlich ein Schritt nach vorne.

17.1.16 10:54, kommentieren

Arbeiten

Es gibt eine Situation, die hasse ich abgrundtief. Nicht weil sie mega peinlich, traurig oder einfach nur extrem langweilig ist, sondern allein deswegen, weil sie meine Lebenszeit verschwendet. Jetzt hat bestimmt keiner, auch nur eine geringste Ahnung, wovon ich hier eigentlich gerade rede... Ich rede von folgendem Moment: Du hast eine Arbeit wieder bekommen, gibst sie deiner Mutter zum unterschreiben und sie fängt an die ganzen Aufgaben zu studieren. Hat aber, natürlich, zu diesem Zeitpunkt von Tuten und Blasen keine Ahnung. Tut aber so als ob und fragt dann ganz interessiert: „Was genau hast du hier bei Nummer 3 falsch gemacht?" Soll ich dir jetzt ernsthaft in einer Minute unser gesamtes Thema erläutern, um dir dann genau zu erklären, worin dieser Scheißfehler bei Nummer 3 lag?! Warum kann sie die Arbeit denn nicht einfach kommentarlos unterschreiben und Fehler Fehler sein lassen? Ich versteh es nicht. Oder auch sehr beliebt: Man sitzt gerade an den Hausaufgaben und die Mutter herein. Sobald sie dir über die Schulter schielt, weißt du schon Bescheid und nur Sekunden später kommt diese komplett behinderte Frage: „Kann ich dir irgendwie helfen?" Ja klar, am besten du löst direkt ein paar Gleichungen für mich und dann kannst du eigentlich auch schon sofort mit Bio weitermachen... Ich meine, uns wird der Stoff ja nicht zum Spaß 6 Wochen lang vermittelt. Da kann wohl kaum mal schnell geholfen werden. (Ausnahme natürlich, die Eltern haben zufällig das Thema zu ihrem Beruf gemacht oder sind irgendwo total begabt)

10.12.15 15:24, kommentieren

Ein Rebellionsversuch

Es ist der Punkt erreicht.

Das Endergebnis.

Ich bin fertig mit dem Kind sein.

Und so schrei' ich in die Welt hinaus:

Ich will nicht mehr und mach nicht mehr.

Ich zieh die Linie zwischen uns.

Und baue eine dicke Mauer drauf.

Und dann ist das deine Seite und diese meine.

Dein Leben.

Mein Leben.

Deine Wege.

Meine Wege.

Und so nehm' ich meine Schere und schneide das Band durch.

Lange war es zwischen uns.

Und lange machte es "dich" und "mich" zu „uns".

Aber jetzt ist es Zeit zum Tschüss sagen.

Ein Schnitt und zsch...

Zwischen uns ist nur noch Luft.

Und die Mauer.

Die Mauer, die ich baute.

Groß und dunkel.

Die Mauer, die uns trennt.

Alleine sitze ich dahinter.

Da war sie, meine Welt.

Mein Leben.

Und eine große Träne kullert mir über die Wange.

Wo bleibst du, große Freiheit?

Da war nichts.

Gar nichts.

Und irgendwie und irgendwann kommt das Gefühl.

Das Gefühl, welches ich nicht wollte.

Das Gefühl, welches Schwäche zeigt.

Heimweh...

Ganz tief im Herzen.

Es wächst und wächst.

Und dann schlage ich los.

Reiße die ganze Mauer wieder ein.

Jeden einzelnen Stein werfe ich weg.

Renne los.

So schnell ich kann.

Bis aus dem "du" und "ich" wieder ein "wir" wird.

28.11.15 19:57, kommentieren

Das Badezimmer

Ich glaube jeder normale Teenager schließt sich beim Duschen usw. Im Badezimmer ein. Das hat folgenden Grund: Man möchte einfach nicht gestört werden. Normalen ELTERN reicht wahrscheinlich auch schon eine geschlossene Tür als Sperre, um die Privatsphäre ihrer Kinder zu akzeptieren. Bei meinen Eltern reicht das offenbar nicht. Denn sobald ich den Schlüssel mal vergesse umzudrehen, ist nach 2 Minuten SOFORT die ganze Familie im Bad. Gut.. das sind bei mir dann nur Mama und Papa, aber da unser Badezimmer nicht sehr groß ist, reichen da schon zwei Leute au, um es komplett auszufüllen. Aber es ist ja nicht nur so, dass es dann mit der schönen Ruhe hin ist... Nein, meine Mutter fängt sich dann in aller Ruhe an abzuschminken und zu waschen. Das Problem ist nur, wenn bei uns jemand den Wasserhahn im Waschbecken aufdreht, dann wird das Duschwasser eiskalt. Und wenn ich eiskalt sage, dann meine ich eiskalt. Ich dann immer schon total genervt: „Mama, bitte... Das Wasser ist eiskalt. Ich war zuerst im Bad, du kannst doch gleich rein." „Warte, ich wasch mich nur kurz, dann bin ich wieder draußen."Aber wer meine Mutter kennt, der weiß das „kurz" und „waschen" so ziemlich als Gegenteil vom jeweils anderem durchgehen könnte. Vielleicht kennt das ein andere auch von seiner Mutter. Naja, ich dann völlig genervt die Dusche verlassen und meine Mutter dann noch so: „Ist irgendwas los?" Sie wollen es einfach nicht verstehen...

14.11.15 10:25, kommentieren

Gedanken die Gedanken bleiben sollten

Neulich waren meine Mutter und ich zusammen mit unserem Hund draußen. Ich habe mittlerweile echt die These das die frische Luft und die Natur uns zu ehrlichen Menschen werden lässt. Zumindest lässt sie uns Gedanken aussprechen die sonst eher zu der „denken-erlaubt, aussprechen-verboten" - Kategorie gehören. Denn immer wenn wir spazieren gehen, wird keine Rücksicht mehr auf einander genommen und man redet so deutlich wie noch nie. Bei meiner Mutter und mir sind das eher so Gespräche wie: „Ich find dein Pulli an sich voll hässlich" „Im Moment ist deine Haut aber auch wieder unrein." Neulich hat meine Mutter aber wieder einen Satz rausgehauen, der war so genial, dass ich jetzt noch drüber lachen könnte: „Also ich war damals in deinem Alter irgendwie reifer." Für zwei Sekunden musste ich kurz nachdenken. Okey, also deine Mutter hat dir eigentlich gerade gesagt, dass du unreif bist. Dass das Freunde zu Freunden sagen ist ja normal, aber die eigene Mutter?! „Eine kleine Frage zurück? Inwiefern warst du denn reifer?" - „Ja ich weiß auch nicht so genau, wir haben früher schon Partys mit Jungs gefeiert und so weiter." Spätestens da musste ich richtig lachen. Wenn wir feiern, dann richtig, aber wir sind natürlich nicht so blöd und tragen das quasi im Terminkalender ein, denn dann würde da nämlich spätestens am nächsten Tag rot und fett „auf keinen Fall" neben stehen. Also ich bin sicherlich eher einer der unreiferen Menschen, aber sicherlich nicht wenn sie „reif" mit der Definition „durchdrehen und Party machen" erklärt.

29.10.15 18:47, kommentieren

Wie viel wissen die jetzt?

Das ist eine Frage, die sich bestimmt schon jeder mal gestellt hat. Meistens eingeleitet von: „Kommst du mal bitte zu uns. Dein Vater und ich müssen mal mit dir reden." Dann schleicht man ganz kleinlaut zu seinen Eltern und zerbricht sich den Kopf darüber was es diesmal sein könnte. „Der Nachbar hat dich neulich noch ganz spät draußen gesehen. Da wolltest du doch eigentlich nur bei deiner Freundin schlafen. Kannst du dazu irgendwas sagen?" Und jetzt kommt die oben genannte Frage ins Spiel: Wie viel wissen sie jetzt wirklich darüber? In Wahrheit war man nämlich zum Beispiel nicht nur draußen sondern dazu noch leicht bekleidet und besoffen. (ist mir jetzt NICHT in Wirklichkeit passiert)Soll man ihnen de ganze Wahrheit sagen? Wenn sie aber wirklich nur den einen Teil kennen, wäre das ein fataler Fehler. Sich rausreden und ihnen irgendeine Lüge auftischen, warum man den nächtlichen Ausflug unternommen hat? Wenn sie aber doch die ganze Wahrheit kennen, dann könnte das auch schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringen. Was also tun? Man muss sich leicht rantasten. „Welcher Nachbar hat mich denn gesehen? Wann soll er mich gesehen haben? Was soll ich denn da bitte gemacht haben? " alle diese Fragen helfen, um den Bereich ihres Wissens einzugrenzen. Und zu Not einmal die ganze Wahrheit raushauen und einmal den ganzen Ärger bekommen, als wenn sie es dann alles scheibchenweise heraus finden, und man sich dann die ganze Zeit Gedanken macht, was passiert wenn sie es doch noch rauskriegen.Also meine Mutter sagt immer zu mir: „Versuch gar nicht erst etwas geheim zu halten, du weißt ja: Detektei Mama sieht und hört ALLES!" (Bisher hab ich es allerdings ganz gut hinbekommen, dass sie nicht ALLES mitbekommt)

19.10.15 19:20, kommentieren

1 Woche ohne Handy

Die Idee, eine Woche auf mein Handy zu verzichten, wurde eigentlich eher von meiner Deutschlehrerin als von mir angeregt. Die teilte uns nämlich neulich ein Arbeitsblatt aus, auf dem es um die negativen „Nebenwirkungen" von digitalen Medien ging. Fünf Jugendliche machten, so wurde es beschrieben, eine „digitale Diät" ,in der sie drei Wochen auf Internet, Fernsehen, Computerspiele und Handys verzichteten. Und da viele Leute sagen, die Jugend von heute sei viel zu viel am Handy, und könnte ohne es gar nicht mehr leben, kam mir nun die Idee, eine Woche mein Handy mal aus der Hand zulegen. An den ersten Tagen erwies sich dies jedoch wirklich als sehr schwierig. Anstatt das erhoffte, befreiende Gefühl, nicht immer erreichbar zu sein, zu erlangen, musste ich eigentlich nur ständig daran denken, irgendetwas zu verpassen. Zudem erschlug mich quasi am Anfang eine Welle an all den Dingen, die man normalerweise selbstverständlich mit dem Handy löst. Wie zum Beispiel die Uhrzeit lesen. So warte ich zum Beispiel jeden Morgen auf meine Freunde, damit wir zusammen zur Schule fahren können. Sind die jedoch nach 5 Minuten Wartezeit noch nicht da, fahren ich normalerweise los. Nun wusste ich aber ja leider nicht, wie lange 5 Minuten waren. Der Tag fing also schon mit kalten Fingern, undefinierbare Wartezeit und somit schlechter Laune an. Ein anderes Beispiel an unseren Klassenchat. Kein Schüler bekommt alles mit in der Schule. Und genau deswegen gibt es den Klassenchat. Wenn man etwas nicht weiß, fragt man einfach kurz nach und schwupps hat man die Antwort. Als ich mir nun einmal nicht ganz sicher war, welche Vokabeln wir aufhatten, rief ich also ganz klassisch einen Mitschüler an... Dieser jedoch ging nicht ans Telefon und da ich wenig Lust hatte die halbe Klasse jetzt abzutelefonieren, sagt ich mir einfach, dass das schon die richtige Vokabeln seien... Und man kann es sich schon fast denken: Nein, es waren natürlich die Falschen. Also alles im allen war ich in den ersten Tagen echt mies drauf.So ab dem dritten Tag fing man aber an, langsam mit der ganzen Situation klar zu kommen, zwar fühlte ich mich immer noch so ein bisschen isoliert, aber ein paar positive Aspekte zeigten sich auch schon. So schlief ich zum Beispiel echt um einiges früher ein als sonst. Ich höre nämlich eigentlich abends im Bett immer noch Musik, da dies jetzt natürlich ausfiel blieb somit keine andere Möglichkeit, als schlafen. Womit wir auch gleich das Argument „Die Jugend würde ohne ihre Handys viel mehr zu Büchern greifen" widerlegt hätten. Denn obwohl ich manchmal abends noch nicht müde war, griff ich nie zum Buch. (obwohl ich Lesen echt nicht verabscheue) Auch das Problem mit der Uhrzeit wurde am 4. Tag gelöst. Da fand ich nämlich endlich meine alte Armbanduhr wieder. War zwar nicht mehr das modischte Teil, aber es erfüllte am Morgen seinen Zweck.Und in den letzten Tagen kam nun auch endlich dieses coole Gefühl von: „ Leckt mich alle am Ar***, wenn ihr was wollt, könnt ihr ja anrufen". Ja man könnte sagen, das war echt herrlich. Auch beim Lernen wurde man nicht dauerhaft vom vibrierendem Handy abgelenkt, denn wenn man das Handy auf dem Nachtschrank andauernd aufbrirren hört, wird die Neugier dann doch irgendwann so groß, das man von seinem Mathebuch weg geht und in den „Whatsappwelten" versinkt. In der Freizeit fing ich jetzt mal wieder an zu Zeichen oder zu nähen. Und am 6. Tag, man möchte es kaum glauben, telefonierte ich mal wieder 2 Stunden mit meiner besten Freundin. Für das ewige Geschicke von Sprachnachrichten, war dies echt ein sehr schöner Ersatz. Und auch als wir uns in der Runde trafen, waren alle so fair und legten ihre Handys auch beiseite. Also so insgesamt kann man sagen, dass es am Anfang echt scheiße ist und dass einem das alles bis zum Hals steht, es aber mit der Zeit viel, viel besser wird und im Endeffekt, einen so gar viel ausgeglichener macht. Ich freue mich natürlich mein Handy jetzt wieder zu haben, fand das aber echt mal ne ganz witzige Erfahrung und werde mein Handy in Zukunft einfach mal öfters auf Flugmodus stellen.

1 Kommentar 12.10.15 11:42, kommentieren

Lehrer

Grundsätzlich sagt das Klischee, Jugendliche hassen Hausaufgaben, Arbeiten, Referate und natürlich insbesondere die Menschen, die ihnen die ganze Scheiße überhaupt einbrocken: Ihre Lehrer. Dieses Klischee stimmt allerdings, so glaube ich, schon lange nicht mehr. Es gibt nämlich heutzutage Lehrer, die sind echt okay. Die arbeiten mit den Schülern und nicht gegen sie, zeigen Verständnis und bemühen sich wenigstens den Unterricht interessant zu gestalten. („bemühen" weil es bei uns echt unmöglich ist, den Unterricht so krass zu gestalten, dass wir traurig sind, wenn es klingelt) Diese Lehrer sind manchmal so gar nähere Bezugspersonen als Eltern. Dann gibt es da aber noch die Lehrer, die nen echten Vollschaden haben. Diese, die bei kleinsten Fehlern große Bestrafungen geben, die, die nur ihren Stoff vermitteln wollen, den Schülern nicht auf Augenhöhe begegnen usw. Ich habe bereits festgestellt, dass Eltern grundsätzlich immer auf der Seite der Lehrer stehen. Leider auch auf der von denen mit dem Vollschaden. Rege ich mich dann vor meiner Mutter über solche Lehrer auf, kommt sofort ein Kommentar, welches sie in Schutz nimmt: „Dich regt es vielleicht auf, dass sie so ticken, aber irgendwann bist du froh darüber. Bei solchen Lehrern lernt man am meisten." Aber das kann ich zu 100% widerlegen. Um viel und gut zu lernen, muss man überhaupt erstmal einen Antrieb haben, eine Motivation, warum man das alles überhaupt lernt. Basis für Motivation ist allerdings die Freude und Begeisterung. Dies wiederum kann alleine vom Lehrer übermittelt werden. Und um die Tür der Freude und Begeisterung zu öffnen, muss eine gute Stimmung zwischen Schülern und Lehrern sein. Dass heißt nicht, dass man zusammen Kaffe trinken geht, sondern eigentlich nur, dass die Lehrer so wie wir Schüler das Gefühl haben, akzeptiert und unterstützt zu werden. Stimmt diese Stimmung also nicht, lernen wir vielleicht trocken den Stoff, aber dann wird auch gerne mal ne patzige Antwort gegeben oder ein genervter Blick zugeworfen, und genau diese Lehrer, bei den der Unterricht so abläuft, werden uns nie größere und wichtigere Sachen vermitteln können. Und so frage ich jetzt mal alle Eltern da draußen: Soll euer Kind lieber wissen wie eine Normalparabel aussieht oder wie man seine Stärken fördert und an seinen Schwächen arbeitet? Ich denke mal, eher letzteres. Also man sieht, unbeliebte Lehrer sind wirklich keine guten Lehrer. Wenn ich das allerdings versuche meiner Mutter zu erklären, kommt sofort zurück: „Euer Verhalten geht echt gar nicht." oder „Die Lehrer tun mir manchmal echt leid." oder „Im Endeffekt seid ihr auf sie angewiesen." Das alles stimmt vielleicht, und es ist sicherlich wirklich nicht ganz leicht, Lehrer zu sein, aber egal was ich über blöde Lehrer erzähle, sofort kommen solche Sprüche die uns schuldig machen. Ok, vielleicht sind wir es auch, und klar kann man nicht alles auf die Lehrer schieben, aber trotzdem... Ich meine, man darf sich doch auch mal aufregen. Und besser ich sag es meiner Mutter ins Gesicht, als irgendwann dem Lehrer.

2 Kommentare 1.10.15 14:48, kommentieren

„Wir sind hier kein Hotel!"

Damals lief es bei Verabredungen immer folgendermaßen ab: Kind möchte sich verabreden. Fragt seine Mutter wann es Zeit hat. Mutter ruft nun andere Mutter an. Fragt ob das andere Kind dort auch Zeit hat. Mütter machen Zeit aus (meistens 15:30 bis 18:00 Uhr) Heute schaut das Ganze schon anders aus. In der Schule bespricht man sich spontan und verabredet sich. Die Eltern werden in diese Überlegung natürlich nicht mit eingebunden. Meistens stört es sie nicht weiter oder sie tuen zumindest so also ob sie es nicht störe. Wird die Verabredung allerdings länger als ein Tag dauern und man fragt seine Eltern nicht, platz bei so mancher Erzeugerfraktion schonmal der Geduldsfaden. Wie neulich bei den Eltern meiner Freundin:„Haben wir noch eine Klappmatratze?" „Wofür?" „Ich übernachte heute bei meiner Freundin." Als sie den Gesichtsausdruck von ihrem Vater allerdings sah, wusste sie dass der letzte Satz falsch war.„Wie bitte?! Also jetzt schlägt es aber dreizehn! Wir sind hier kein Hotel wo man ein und aus gehen kann wie man lustig ist! Wir möchten wenigstens noch Übernachtungen informiert werden..." Und so nahm der stundenlange Vortrag über Selbstständigkeit und Rechte seinen Lauf. Es ist also wichtig die richtige Technik zu finden, wie man seinen Eltern eine ungefragte Übernachtung schmackhaft macht. Ein Tipp für alle Jugendlichen unter uns: „Ich dachte ihr hättet heute Hochzeitstag und da soll ich doch immer bei meiner Freundin übernachten."

28.9.15 20:13, kommentieren

Das große Netz der Mütter

Es ist undurchdringlich, gigantisch und total kompliziert: das große Netz der Mütter. Jede einzelne ist ein Teil der Großen Struktur. Alle Informationen, die eine Mutter herausfindet, wird sofort weitergeleitet an drei andere, die es wiederum weiterleiten und so weiter. Das läuft über e-Mail, whatsapp, sms aber vor allem über Kommunikation an der Fleischtheke. In unserem kleinem Ort gehen nämlich alle Mütter bei den gleichen Läden einkaufen und da kommt es nicht selten vor das man dann an der Fleischtheke neben einander steht. Und dann geht es nämlich los : „Mensch, wie geht es dir ? Alles klar bei euch ?" „Ja bei uns ist alles super, aber hast du schon gehört, dass die Kinder von der Dicken schon wieder zwei Sechsen geschrieben haben? Habe ich zufällig neulich bei meiner Tochter mitbekommen." Und so nehmen die Gespräche ihren Lauf bis es im Endeffekt die dicke Mutter erfährt und ihren Kindern dann natürlich erstmal richtig Ärger macht. Wenn man das alles aus der Vogelperspektive betrachtet, könnte man denken, dass die Konstruktion aus Müttern und Informationen einem Gehirn gleicht.Und da nicht mal wir Kinder dieses Gehirn genau kennen, muss man immer auf der Hut sein vor belauschenden Müttern. Man weiß nie wo die Information landen und was es für Konsequenzen hat.

1 Kommentar 16.9.15 14:53, kommentieren

Das große Netz der Mütter

Es ist undurchdringlich, gigantisch und total kompliziert: das große Netz der Mütter. Jede einzelne ist ein Teil der Großen Struktur. Alle Informationen, die eine Mutter herausfindet, wird sofort weitergeleitet an drei andere, die es wiederum weiterleiten und so weiter. Das läuft über e-Mail, whatsapp, sms aber vor allem über Kommunikation an der Fleischtheke. In unserem kleinem Ort gehen nämlich alle Mütter bei den gleichen Läden einkaufen und da kommt es nicht selten vor das man dann an der Fleischtheke neben einander steht. Und dann geht es nämlich los : „Mensch, wie geht es dir ? Alles klar bei euch ?" „Ja bei uns ist alles super, aber hast du schon gehört, dass die Kinder von der Dicken schon wieder zwei Sechsen geschrieben haben? Habe ich zufällig neulich bei meiner Tochter mitbekommen." Und so nehmen die Gespräche ihren Lauf bis es im Endeffekt die dicke Mutter erfährt und ihren Kindern dann natürlich erstmal richtig Ärger macht. Wenn man das alles aus der Vogelperspektive betrachtet, könnte man denken, dass die Konstruktion aus Müttern und Informationen einem Gehirn gleicht.Und da nicht mal wir Kinder dieses Gehirn genau kennen, muss man immer auf der Hut sein vor belauschenden Müttern. Man weiß nie wo die Information landen und was es für Konsequenzen hat.

16.9.15 14:50, kommentieren

„Du weißt das alles nicht zu schätzen!"

Oft eher der Lieblings Satz von Vätern, aber auch gerne genommen von unseren lieben Müttern.Er bezieht sich häufig auf folgende Situationen:Man ist bei Einer Freundin und als Abholzeit hat man von zu Hause nur mitbekommen : „Ruf an. Ich komm dich dann holen!" Ok denkt man sich, super. Abends um halb sieben, nimmt man dann sein Handy und ruft seine Eltern an. Am anderen Ende meldet sich dann die schon wieder komplett genervte Stimme: „Was ist los ?" Dann also bla bla kannst du mich jetzt abholen und so weiter... Und wie aus dem nichts bekommt man einen Vortrag ins Gesicht gedonnert: „Nein, jetzt passt es mir aber gerade nicht. Wir müssen unseren Terminkalender immer nach dir richten. Und für dich ist es immer selbstverständlich dass wir dich überall hin fahren. Du musst das mal ein bisschen zu schätzen wissen !" Quasi erschlagen von den ganzen unerwarteten Worten, muss man sich erstmal wieder setzen.Also nun für alle Eltern, die denken ihr Kind schätze das alles nicht wert. Wir tun es. Natürlich wissen wir, dass wir echtes Glück haben, in so einen Luxus hinein geboren zu sein. Und wir empfinden es nicht als selbstverständlich, dass man immer gefahren wird. Aber jetzt mal ehrlich, wir dürfen 1. noch nicht selber Auto fahren 2. als ihr euch für ein Kind entschieden habt, hätte euch doch klar sein müssen, dass sich der Terminkalender enorm nach dem Kind richtet und 3. Ich bin beispielsweise 14 und rauche nicht. Wisst ihr das etwa zu schätzen? Nein, das ist für euch selbstverständlich.

10.9.15 20:50, kommentieren